Klosterpforte

Kavarinerstraße 10a  
Tel.:  02821-971696

 

Die Anfänge

Im Jahre 1977 wurde das Josefshaus, eine Obdachlosenunterkunft gegenüber dem Rathaus, geschlossen. Der Bedarf nach einem Obdach für die Nacht war jedoch nach wie vor vorhanden. Der damalige Pfarrer der Unterstadt Pastor Fritz Leinung ließ die Obdachsuchenden daraufhin in dem unteren Kellerraum des Pfarrhauses, wo sich die heutige "Klosterpforte" befindet, übernachten. Dies war ursprünglich nur eine Notlösung ohne weitere Zielsetzung.

Im Laufe der Zeit entwickelte sich allerdings der Plan, den Raum auch für die Gemeinde zu nutzen. Diese sollte in dem nun hergerichteten Teil nach der Messe Gelegenheit finden, sich hier bei einer Tasse Kaffee im Gespräch zu begegnen. Eine Wand wurde herausgebrochen, um den Raum zu erweitern. Leider wurde dieses Angebot nur sehr spärlich genutzt, und daraufhin beschloss Pastor Leinung, diesen Raum den Notleidenden zur Verfügung zu stellen.

Die ersten Mitstreiter, die Pastor Leinung dabei unterstützten, waren Dieter Wachtel (damals beim Theodor-Brauer-Haus), Anton Heyrichs, Betty Geurtz, Manfred Heister und Frau Lübeck. Die Frauengemeinschaft, zu der auch Frau Lübeck und Else Peters gehörten, sorgte zunächst nur an einigen Tagen, später regelmäßiger für ein Mittagessen. Gekocht wurde zuhause und dann das Essen in die Pforte gebracht. Mit der Anschaffung eines Herdes, und um die Besucher zu beschäftigen wurde die Kochverantwortung nach und nach in die Hände der Besucher gelegt.

 

Die Gründung

Aus diesen ersten Anfängen entwickelte sich das Ziel einen Verein zu gründen. 1982 war es dann so weit. Zunächst noch "Solidaritätskreis Theodor-Brauer-Haus" entschied mann sich schon bald das "Haus" wegzulassen, um auch zu zeigen, dass die ursprüngliche Anbindung an dieses, einer anderen eigenständigen Zielsetzung, gewichen war.

Um die Arbeit mit den Besuchern auf ein gesundes Fundament zu stellen, wurde 1983 die inzwischen verstorbene Sozialarbeiterin Barbara Gossens eingestellt. Sie half den Betroffenen nun bei ihren finanziellen Nöten und Ämterkontakten. Ihre Arbeit zu finanzieren war Anfangs schwierig, aber in späteren Jahren übernahm die Stadt Kleve einen Teil der Kosten für die beschäftigten Sozialpädagogen. Einige Jahre später folgten die Sozialarbeiter Astrid Döllekes, Barbara Dupont und Norbert Müller.

In den frühen Jahren kam die Idee auf, den Besuchern durch kleinere Arbeiten eine neue Perspektive zu geben. Betty Geurtz, ausgebildete Kachelmalerin, leitete die Besucher nachmittags an, verschiedene Motive auf Kacheln zu malen. Diese wurden anschließend in Ihrem Brennofen gebrannt und in der Gemeinde auf Festen verkauft. Manchmal gab es auch größere Aufträge von anderen Einrichtungen oder Klöstern.

 

Die Entwicklung bis Heute

1990 wurde das Haus am Sonnenweg vom Solidaritätskreis angemietet, um hier Menschen eine Chance zu bieten, aus dem Teufelskreis von Armut, Drogen und Obdachlosigkeit auszubrechen. Unter bestimmten Voraussetzungen konnten hier Personen vorübergehend untergebracht werden. Durch Arbeiten in Haus und Garten wurden sie angeleitet, ihr weiteres Leben selbstverantwortlich zu gestalten.

In den folgenden Jahren gab es hier verschiedene Arbeitsinitiativen z. B. eine Fahrradwerkstatt, eine Nähstube, den Bio-Garten, das Café und einen Wäschepflegedienst.

1992 wurde die Diplom-Sozialpädagogin Frau Elke Lehnen in der Klosterpforte eingestellt. Sie ist seit ca. 15 Jahren die Leiterin der Einrichtung und Ansprechpartnerin bei allen sozialen Problemen der Besucher.

1993 wurde dem Solidaritätskreis von der Diözese Münster der 1. Preis der Aktion "Bewahrung der Schöpfung" für seine Initiative "Haus am Sonnenweg" verliehen.

1996 wurden durch einen Presseaufruf ehrenamtliche Mitarbeiter gesucht. Aufgrund des großen Interesses stehen dem Verein heute circa 30 ehrenamtliche Helfer zur Seite. Einige davon sind heute auch im Vorstand tätig. Im Jahre 2007 wurde der Name des Vereins in "Klosterpforte e.V." geändert. In diesem Jahr hatte der Verein sein 25-jähriges Bestehen.

 

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