Wort-Gottes-Feier

Im Anfang war das Wort, 
und das Wort war bei Gott, 
und das Wort war Gott. 
(Joh 1,1)
 

 

In Jesus von Nazaret ist Gottes Wort Fleisch geworden (vgl. Joh 1,14). In seinem Leben, Leiden, Sterben und Auferstehen sagt sich Gott aus. 

Die Wort-Gottes-Feier stellt das Wort Gottes in die Mitte und macht darin deutlich, dass auch im Wort die Gegenwart Gottes erkennbar und vernehmbar ist. 

Was Jesus gesagt und machtvoll getan hat und alles, was die Kirche in seinem Auftrag und in der Kraft des Heiligen Geistes tut, ist Gottes Dienst am Menschen. 

Gott richtet sein Wort an den Menschen und der Mensch gibt darauf seine Antwort. So ist Gottesdienst immer ein dialogisches Geschehen zwischen Gott und Menschen im Tun und in Worten, im Sprechen, Hören und Antworten. 

 

Christlicher Glaube ist ohne Gebet und Gottesdienst nicht vorstellbar. Das Glaubenszeugnis der Glaubenden in Wort und Tat gründet und empfängt seine Kraft und Lebendigkeit aus der Verbundenheit und der Begegnung mit Gott. 

Dabei ist es Gott, der zuerst auf uns zukommt. Er hat uns beim Namen gerufen und angesprochen. Deshalb ist unser Beten immer Antwort auf Gottes Anruf und sein Wort. Er hat sich uns Menschen offenbart und zu uns gesprochen – in der Geschichte Israels, vor allem aber und in unüberbietbarer Weise in seinem Sohn Jesus Christus. 

 

Auch heute spricht er zu uns im Wort der Heiligen Schrift, die nicht zuletzt deshalb Richtschnur unseres Glaubens und Quelle unseres Gebetes ist. Gerade weil sich Gott als personaler Gott gezeigt hat, können wir mit ihm sprechen und dürfen im Heiligen Geist „Vater“ sagen. 

 

Wort-Gottes-Feier: Das Konzil hat eigene Wortgottesdienste empfohlen: "Zu fördern sind eigene Wortgottesdienste an den Vorabenden der höheren Feste, an Wochentagen im Advent oder in der Quadragesima sowie an den Sonn- und Feiertagen, besonders da, wo kein Priester zur Verfügung steht; in diesem Fall soll ein Diakon oder ein anderer Beauftragter des Bischofs die Feier leiten."

Sacrosanctum Concilium. Konstitution des Zweiten Vatikanischen Konzils über die heilige Liturgie (SC), 35,4

 

Einen solchen eigenständigen Wortgottesdienst nennt man in Abgrenzung vom Wortgottesdienst der Messe und anderer sakramentlichen Feiern im deutschen Sprachgebiet mittlerweile Wort-Gottes-Feier. Stärker als innerhalb der Messfeier kann bei solchen Wort-Gottes-Feiern den Schriftlesungen und ihrer Auslegung Raum gegeben werden. 

 

Wort-Gottes-Feiern in unserer Pfarrei

Um die liturgische Vielfalt zu stärken, engagierten Gläubigen die aktive Beteiligung an der Liturgie zu ermöglichen und auch zur Entlastung der Priester, gibt es regelmäßige Wort-Gottes-Feiern am Wochenende:

  • samstags um 16 Uhr in der Krankenhauskapelle (nicht regelmäßig, sondern im Wechsel zu Eucharistiefeiern)
  • sonntags um 10 Uhr im wöchentlichen Wechsel in der St. Lambertus-Kirche, Donsbrüggen bzw. der St. Mariä Empfängnis-Kirche (Unterstadt)

An welchem Samstag bzw. in welcher Kirche am jeweiligen Sonntag eine Wort-Gottes-Feier stattfindet, kann im aktuellen Infoblatt nachgelesen werden ⇒ Infoblatt

 

Kommunionfeier

Die sonntäglichen Wort-Gottes-Feiern finden in der Regel mit Kommunionfeier statt.

 

Leitungsteam

Die Wort-Gottes-Feiern werden von einem Team aus haupt-, neben- und ehrenamtlichen Frauen und Männern gestaltet und geleitet. Sie sind entsprechend qualifiziert und vom Bistum und der Kirchengemeinde zu ihrem Dienst beauftragt worden. Wer Interesse an dieser Aufgabe hat, kann sich an Pastoralreferent Michael Beermann oder ein Mitglied des Pfarrei-Teams wenden.

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