Sakramente

THEOLOGEN SAGEN, JESUS CHRISTUS SEI IN SEINEM WORT, SEINEN HANDLUNGEN UND SEINER PERSON DAS UR-SAKRAMENT DER MENSCHENLIEBE GOTTES. MEHR

Heiraten in St. Mariä Himmelfahrt

Liebes Brautpaar,

Sie möchten in absehbarer Zeit kirchlich heiraten. Darüber freuen wir uns sehr. Ein Hochzeitstag ist nicht irgendein Tag im Jahr, sondern hat etwas ganz Besonderes. Deshalb möchten Sie ihn sicher auch gut vorbereiten und gestalten.

 

Einige grundsätzliche Hinweise zur Vorbereitung:

 

Den Termin Ihrer Hochzeit klären Sie bitte immer mit dem Pfarrbüro (Kapitelstr. 14, 47533 Kleve): persönlicher Besuch oder telefonisch oder per Email.

 

Grundsätzlich ist eine Hochzeit von montags bis samstags vorgesehen, regulär vormittags um 10.30 Uhr bzw. nachmittags ab 14.00 Uhr bzw. spätestens 16.00 Uhr. Samstags ist die letztmögliche Zeit um 14.30 Uhr. Hochzeiten sind in folgenden Kirchen unserer Pfarrei regulär möglich: in der Stiftskirche, Christus-König-Kirche, St. Mariä Empfängnis (Unterstadtkirche), Kapuzinerkirche und in St. Lambertus Donsbrüggen.

 

Bei der Anmeldung werden Sie gefragt, ob in irgendeiner Weise beim zukünftigen Paar schon eine andere Vor-Ehe bestanden hat (standesamtlich oder kirchlich). Die Frage sollte zunächst geklärt sein, damit alle weiteren Schritte auf den Weg gebracht werden können.

 

Ist der Termin festgelegt und seitens des Pfarrbüros zugesagt, werden Sie gebeten, im Pfarrbüro die ersten Angaben zum sogenannten Ehevorbereitungsprotokoll zu machen. Dazu brauchen wir Ihre persönlichen Daten (Geburtsdatum, Geburtsort, Nationalität, bei Getauften: Konfession, Taufdatum, evtl. Firmdatum [Firmung ist wünschenswert, aber nicht zwingend notwendig]; Beruf, Name der Eltern) sowie, wenn Sie nicht in unserer Gemeinde getauft worden sind, einen Taufschein (nicht älter als drei Monate), den Sie im Pfarrbüro Ihres Taufortes erhalten (kann telefonisch oder per Mail angefordert werden). Sollte einer der Brautleute ohne Konfession oder Religion sein, ist eine kirchliche Trauung möglich, allerdings muss von der betreffenden Person ein sogenannter Ledigeneid unterschrieben werden.

 

Für die kirchliche Hochzeit werden keine Gebühren erhoben. Gleichwohl wird Sie das Pfarrbüro als Zeichen der Solidarität in den Anliegen der Kirchengemeinde freundlich um  eine (kleine) freiwillige Gabe bitten.

 

Rechtzeitig vor Ihrer kirchlichen Hochzeit wird sich dann der Geistliche, der Ihrer Trauung assistiert, bei Ihnen melden. Bei diesem Gespräch wird u.a. nochmals über die Bedeutung der kirchlichen Eheschließung gesprochen und Ihr freier Wille und Ihr Einverständnis durch Ihre persönliche Unterschrift auf dem Ehevorbereitungsprotokoll bestätigt.

 

Anschließend werden Sie mit dem Geistlichen die Gestaltung des Gottesdienstes besprechen. Gemeinsam können Sie über die Texte und Wünsche sprechen und abschließend klären, wie der Gottesdienst gestaltet werden soll. Ob es eine kirchliche Trauung als Wortgottesdienst oder als Messfeier sein soll, hängt von Ihrer persönlichen Einstellung ab. Auch das sollten Sie im Gespräch klären.

 

Wichtig für die inhaltliche Gestaltung: Sie können gerne Meditationstexte für den Gottesdienst einplanen, z. B. als Einstimmung oder nach der Trauung. Als Lesung bitten wir Sie, einen biblischen Text zu wählen (z.B. aus der Auswahl des Vorbereitungsheftes, das Ihnen bei der Anmeldung ausgehändigt wird, oder eine eigene ausgewählte biblische Lesung).

 

Für die musikalische Gestaltung ist es uns wichtig, dass die Lieder und Beiträge einen Bezug zum Gottesdienst haben sollen und dem Charakter der Feier entsprechen. Unsere Kirchenmusiker werden Sie gerne bei der Auswahl beraten und unterstützen. Wer als Kirchenmusiker den jeweiligen Gottesdienst begleitet, erfahren Sie im Pfarrbüro.

 

Schließlich noch folgende Hinweise:

Ÿ• dezentes Fotografieren und Filmen ist gestattet; nach Möglichkeit nur eine Fotografin/einen Fotografen.

•Ÿ Wegen des Blumenschmucks sprechen Sie bitte mit dem Küster der jeweiligen Kirche (Kontakt über das Pfarrbüro).

Ÿ• „Blumenkinder“ dürfen Blumen streuen, aber bitte draußen vor der Kirche, weil innerhalb der Kirche auf den glatten Fliesenböden „Ausrutsch-Gefahr“ besteht.

•Ÿ Mit Rücksicht auf die Wertschätzung von Nahrungsmitteln möchten wir Sie dringend bitten dafür zu sorgen, dass kein Reis o.ä. in der Kirche bzw. vor dem Kirchenportal geworfen wird.

 

Nun wünschen wir Ihnen viel Freude bei der Vorbereitung und stehen Ihnen selbstverständlich bei Fragen zur Verfügung.

 

Für das Seelsorgeteam

Propst Johannes Mecking

Ehejubiläum in St. Mariä Himmelfahrt

Sehr geehrtes Jubelpaar,

wenn Sie Ihr Ehejubiläum - ganz gleich ob Silber- oder Goldhochzeit oder ein anderes Jubiläum - in einer unserer Kirchen feiern wollen, wenden Sie sich bitte frühzeitig an das Pfarrbüro, um den Termin und alle anderen wichtigen Fragen zu klären.

Ehe: Zeichen der Liebe Christi zu den Menschen

Für die Kirche ist die Ehe ein Sakrament. Sie ist nach katholischem Glaubenverständnis ein Zeichen für den Bund zwischen Christus und der Kirche, wie es der Katechismus der katholischen Kirche ("Weltkatechismus") erklärt.

Nach den Worten des Zweiten Vatikanischen Konzils ist sie "Bild und Teilhabe an dem Liebesbund Christi und der Kirche". Mehr noch: Christliche Ehe soll zum Zeichen und damit zur gelebten Verkündigung der Liebe Christi zu den Menschen werden.

Ein Theologe beschreibt dies so: "In der Liebe der Eheleute zueinander, in ihrem Dienen und Opfern füreinander, in ihrem Ertragen und Verzeihen, in ihrer Treue bis zum Tod soll deutlich werden, was Christus auch in der Gegenwart für die Menschheit, insbesondere für seine Kirche, ist und wirkt."

Konstituierend für dieses Sakrament ist der Wille der Brautleute bei der Trauung, die Ehe nach diesem Verständnis einzugehen.

Nicht die Kirche oder der trauende Priester spenden das Sakrament, sondern die Ehepartner einander, wann immer sie ihr Jawort in einer kirchlich anerkannten Form sprechen.

Nicht der Ritus (die Trauung) ist das Sakrament, sondern die Ehe selbst - oder wenn man so will, der Ehealltag.

In der Bibel gibt es zahlreiche Hinweise auf die Ehe. Das Verhältnis zwischen Gott und dem Volk Israel wird oftmals mit dem Liebesverhältnis zwischen Braut und Bräutigam beschrieben. In ihrem Festhalten an der Unauflöslichkeit der Ehe beruft sich die katholische Kirche auf das Neue Testament (Matthäus 19,6): "Was Gott verbunden hat, das darf der Mensch nicht trennen."

Darauf nimmt auch die Feier der Eheschließung Bezug; im Trauungsspruch heißt es: "Ich will dich lieben, achten und ehren, solange ich lebe (alternativ: bis dass der Tod uns scheidet)."


Text: Norbert Göckener, kampanile
Foto: Norbert Ortmanns, Kirche+Leben