Klever Christus-König-Kirche bleibt in den nächsten Jahren erhalten

Die Gremien der Kirchengemeinde St. Mariä Himmelfahrt haben entschieden, dass die Christus-König-Kirche vorerst nicht profaniert werden soll und in den nächsten Jahren weiter als Kirche genutzt werden soll. Das ist das Ergebnis der Beratungen über eine Machbarkeitsstudie, die die Pfarrei ergebnisoffen in Auftrag gegeben hatte.
Zum Hintergrund: Vor etwa zwei Jahren (Ende Mai 2017) hatte der Kirchenvorstand St. Mariä Himmelfahrt in Kleve auf dem Hintergrund der Erstellung eines zukunftsorientierten Immobilienplans für die Kirchengemeinde Bischof Dr. Felix Genn angefragt, ob eine Profanierung der Klever Christus-König-Kirche grundsätzlich genehmigt würde, wenn es eine entsprechende Um- bzw. Nachnutzung gäbe. Nachdem die zuständigen Stellen im Generalvikariat im Gespräch mit den Gremien der Kirchengemeinde das Vorhaben diskutiert hatten, stellte der Bischof mit einem Schreiben im Mai des vergangenen Jahres die Genehmigung zur Profanierung in Aussicht, unter der Voraussetzung, dass ein Gottesdienstraum erhalten bzw. geschaffen wird und eine Machbarkeitsstudie die verschiedenen Möglichkeiten für ein „Kompetenzzentrum“ (mit Familienbildungsstätte, Lebensberatung, Kreisdekanat, Bildungsforum und Gottesdienstraum) durch Umnutzung oder auch Neubau abwägen sollte. Von Anfang an wurde deutlich gemacht, dass die Studie Grundlage für eine ergebnisoffene Diskussion sein sollte.
Die Machbarkeitsstudie wurde in den ersten Ergebnissen dem Kirchenvorstand und dem Pfarreiteam Ende November 2018 seitens des Generalvikariates vorgestellt. Schon da zeichnete sich ab, dass weiteres Nachdenken notwendig ist. Dieses hat nun dazu geführt, dass sich der Kirchenvorstand und das Pfarreiteam auf Einladung von Propst Johannes Mecking nochmals zu einer gemeinsamen Besprechung getroffen haben und einstimmig die Entscheidung getroffen haben, in den nächsten Jahren vom Plan der Profanierung und Umnutzung der Christus-König-Kirche abzusehen und sie weiterhin als Sakralraum zu nutzen. Die Gründe liegen vor allem darin, dass die Machbarkeitsstudie auf wesentliche Probleme in der Umnutzung hingewiesen hat. So wären baulich einschneidende Veränderungen an der Kirche notwendig geworden, die das Aussehen stark verändert hätten. Alternativ wäre der Abriss und Neubau in den Blick zu nehmen gewesen. Doch all das konnte nach eingehender Abwägung der Vor- und Nachteile nicht wirklich überzeugen, woraus die nun vorliegende Entscheidung resultiert.
Propst Mecking hat mit Bischof Dr. Felix Genn, Weihbischof Rolf Lohmann, Generalvikar Dr. Klaus Winterkamp und allen zuständigen Stellen im Generalvikariat Kontakt aufgenommen und hinsichtlich der aktuellen Entscheidung des Kirchenvorstandes und des Pfarreiteams von dort Zustimmung erhalten. Dennoch wird die Pfarrei St. Mariä Himmelfahrt in den kommenden Jahren über ihre Kirchen und Immobilien nachdenken und sie immer wieder neu in den Blick nehmen müssen. Das gilt auch für die Christus-König-Kirche. Dazu soll eine Planungsgruppe aus Gemeindemitgliedern, externen Beratern sowie einem Vertreter des Seelsorgeteams miteinander im Gespräch sein, um die Zukunft gut im Blick zu haben und zu gestalten.